| 14 Tage Schottland (07/2006) | |
| Abfahrtsort: | Velbert (NRW) / Newcastle |
| Gesamt-km: 3731 km / 3211 km | Dauer: 14 Tage |
| Hier erst einmal ein paar grundsätzliche Informationen zu der Motorradtour wie wir sie vom 06.07. – 21.07.2006 durchgeführt haben.
Die unten dargestellte Arbeit, ist die Arbeit von 2 Personen:
Gefahren wurde die Tour mit einem Motorrad (CBR 1100 XX), 2 Personen (siehe oben), 2 Krauser-K3-Koffern und einem Tankrucksack. Die Fährpassage war bei DFDS gebucht in einer Doppel-Innenkabine, Dusche, WC und Frühstück. Abfahrthafen Amsterdam-IJmuiden, Ankunft England, Newcastle. Die Fähre legt abends gegen 18:00 Uhr Ortszeit ab und erreicht am folgenden morgen um ca. 09:30 Uhr die jeweils andere Seite. Unsere Unterkünfte wurden von Wolters-Reisen (eine TUI-Tochter) als PKW-Rundreise durchgebucht. B&B steht für Bed & Breakfast und in der von uns gewählten Kategorie hatten wir immer unsere eigene Dusche und unser eigenes WC. Und auch das Frühstück war immer klasse !*Empfehlenswert* Tanken: viele Tankstellen haben nur 2 Sorten Treibstoff: “regular premium” mit 95 ROZ und “diesel”, der unserem Diesel entspricht. “regular premium” kostet ca. 1GBP = 1,56€ . Castles und Eintritt: Die alten Gemäuer werden von 2 unterschiedlichen Organisationen gepflegt und abkassiert (zwischen 7 und 11 GBP pro Nase). Wir hatten einen “Historic Scotland Explorer Pass” (Organisation Historic Scotland) mit 10 Tagen in 30 (heißt: an 10 von 30 Tagen darf man so oft wie man will in die dazugehörenden Sehenswürdigkeiten). Ein weiterer Vorteil: man überholt die wartenden Schlangen von “touristischen Plautzenbären” (Erklärung weiter unten / Tag 13+14). Kartenmarterial:
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| Tag 2: Newcastle nach Glasgow (360 km) | ||||||||
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| Beschreibung 2. Tag – Kater und andere Tiere…
Als wir am Morgen in unserer Kabine erwachten, waren wir ziemlich verkatert. Englisches Bier scheint sehr stark zu sein!!! Nach einem sehr leckeren Frühstück haben wir gegen 09.00 Uhr das Schiff verlassen. Danach sind wir vom “Port of Tyne” aus durch Newcastle in Richtung Hadrians Wall gefahren. Nur zur Vollständigkeit: Ich habe nichts vom Hadrians Wall gesehen. Okay, er wurde ca. 82 n. Chr. gebaut, da kann es schon sein, dass er sich im Laufe der Jahre etwas verändert hat, oder? Wir sind dann lange Zeit durch ländliche Gegenden gefahren. Kaum ein Auto kam uns entgegen. Das mit dem Linksfahren haben wir recht gut hinbekommen. Unser erstes Castle ließ auch nicht lange auf sich warten – Castle Hermitage. Da uns aufs Extremste die Hinterteile wehtaten, machten wir hier eine kurze Foto-Pause. Später haben wir noch einen Spaziergang gemacht und versucht, Kühe anzulocken. Hat leider nicht geklappt. |
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| Tag 3: Glasgow nach Perth (269 km) über Loch Eck, Loch Lomond, Stirling | ||||||
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| Beschreibung 3. Tag – Highland-Kühe und unser erstes Castle
Nach einer sehr ruhigen und erholsamen Nacht erwachten wir in einem bequemen Bett auf “Shotts Farm”. Das Frühstück war sehr lecker und bestand aus Scrumbled Eggs und Bacon für Chris, sowie Potato Scone und Grilled Tomatos für mich. Wir frühstückten mit sehr netten Leuten, die mir sogar verziehen, dass mein Englisch ziemlich übel ist. Zum Glück kann Chris es besser… Unser B & B, das nun für die kommenden zwei Nächte unser Zuhause sein sollte, befand sich in Stanley, einem Ort in der Nähe von Perth. Hier kamen wir gegen 17.00 Uhr an. Es war wieder eine superschöne, liebevoll eingerichtete Unterkunft namens Linn House. Hier wurden wir sehr herzlich von den Inhabern, einem netten älteren Ehepaar (Etta und Amos) empfangen. |
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| Tag 4: Rob Roy und die Trossachs (297 km) | ||||||||
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| Beschreibung 4. Tag – Regen und das Grab von Rob Roy
Wir erwachten in Linn House und bekamen langsam Hunger auf das Frühstück. Chris blieb bei seinen Scrumbled Eggs mit Bacon und ich freute mich auf ein Cheese and Tomato-Omelette. Alles sehr liebevoll mit Kräuterverzierung von Etta zubereitet. Nach dem Frühstück stiegen wir aufs Motorrad, nur leider regnete es heute in Strömen… Danach ging es nach Perth, wo der nächste Burger King unser war Im Pub, den wir später aufsuchten, sahen wir noch das Endspiel der Fußball-WM und waren, wie alle Schotten, für Italien. Nur Etta war für Frankreich, ihr gefiel Zinedine Zidane so gut… |
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| Tag 5: Perth nach Ballater(209 km) mit Glen Shee, Braemar und Balmoral | ||||||||||||||||
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| Beschreibung 5. Tag – Mehrere Castles
Am Morgen wachten wir erholt auf. Das Frühstück war wieder wunderbar… Ich hatte, wie schon am Vortag, ein Tomato-Cheese-Omelett und Chris ist seinen Scrumbled Eggs mit Bacon treu geblieben. Nach dem Frühstück haben wir unsere Koffer gepackt und uns von Etta und Amos verabschiedet.So liebe Leute… Sie wünschten uns eine gute Fahrt und los ging es in Richtung Ballater. Wir wollten zuerst nach Braemar, um das dortige Castle zu besichtigen. Angeblich mit hauseigenem Geist. Bald kamen wir nach Braemar. Was für ein süßer Ort! Hier kauften wir Postkarten und Schottland-Aufkleber fürs Motorrad und gingen ein bisschen spazieren. Uns fiel auf, dass es hier wunderschöne Cottages gibt. Und alles wirkt so ruhig und friedlich… Wir machten uns danach auf den Weg nach Balmoral Castle, dem schottischen Wohnsitz der Königsfamilie. Auf dem Parkplatz trafen wir witzigerweise die beiden Motorradfahrer wieder, mit denen wir uns schon auf der Fähre unterhalten hatten. Danach wurde es Zeit, nach Ballater zu fahren und unser kleines Hotel zu suchen. Es hieß Pannanich Wells und war wunderschön gelegen, etwas abseits von Ballater. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, machten wir uns auf den Weg in den Ort. Hier haben wir eine gemütliche Pizzeria gefunden. |
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| Tag 6: Ostküste mit Aberdeen (241 km) | ||||||||||||||||
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| Beschreibung 6. Tag – Sonne und Meer…
Wie haben geschlafen wie die Murmeltiere. Das Frühstück war sehr lecker und ich aß zum ersten Mal Porridge mit Sahne und Honig. Ich fand es sehr lecker und habe es zu meiner ab sofortigen Hauptmahlzeit erkoren. Heute wollten wir ein paar Castles besichtigen und über Aberdeen zurück nach Ballater fahren. Bereits nach kurzer Zeit meldeten sich der zum Frühstück genossene Kaffee und der Orangensaft hoflichst, weil sie wieder raus wollten. Das Problem war nur – sämtliche Wäldchen, an denen wir vorbeikamen, waren eingezäunt… Beim ersten Castle hatten wir aber Glück und es gab eine Toilette. Danach ließ auch mein etwas gequälter Gesichtsausdruck nach… Danach ging es weiter durch wunderschöne kleine Orte bis ans Meer. In Stonehaven machten wir eine kleine Pause und bewunderten die Boote im Hafen. Von hier aus wollten wir dann Dunnottar Castle besuchen. Das Castle liegt wunderschön auf einem riesigen Felsen, eigentlich einer kleinen Insel für sich. Zu erreichen ist es nur durch eine lange Treppe, die für uns in der dicken Motorradkleidung, die langsam anfing meinen Zorn auf sich zu ziehen, zu beschwerlich war. Also setzten wir uns gegenüber des Castles ins Gras und bewunderten die Aussicht, die wirklich atemberaubend schön ist. Hier haben wir eine lange Zeit verbracht, weil wir uns kaum losreißen konnten. Schließlich mussten wir doch aufbrechen und machten uns auf den Weg nach Aberdeen. Die Stadt ist enttäuschend, wir sind auf der Suche nach etwas Eßbarem fast durch die ganze Stadt gekommen und waren alles andere als begeistert. Der Rettung halber muss man aber sagen, Aberdeen ist schöner als Dundee (was keine Kunst ist). Nachdem wir aus Aberdeen „geflüchtet“ waren, fuhren wir zurück in unser kleines, beschauliches Ballater. Wir waren glücklich, dass wir endlich die Motorradkleidung ausziehen konnten, denn heute war ein schöner, warmer, sonniger Tag. Wie sagt man so schön – ein Wetter zum Helden zeugen. |
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| Tag 7: Ballater nach Inverness (243 km) mit Whisky Trail | ||||||||||||||
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| Beschreibung 7. Tag – Whiskey (Hicks) und Highlands
Am Morgen wurden wir um viertel vor sechs vom penetranten Klingeln meines Handys geweckt. Ich danke hiermit meinem Bruder Reini für das verfrühte Wecken, weil er nicht weiß, dass es in Schottland eine Stunde früher ist Nach einem leckeren Frühstück, bestehend aus Orangensaft und Porridge mit Milch/Honig für mich (ohne Kaffee!!!) und Scrambled Eggs mit Bacon (und Kaffee!!!) für Chris, machten wir uns auf den Weg. Heute mit Koffern, es ging weiter zum nächsten Quartier. Zuerst machten wir uns auf, die Glenfiddich-Destillerie zu besichtigen. Nach einem interessanten Film über die Geschichte der Familie Grant (zum Glück mit deutscher Übersetzung per Kopfhörer), sahen wir bei der Herstellung des leckeren Getränkes zu. Meine Güte, war das lustig…. Selbst das Motorradfahren machte mir und meinem Hinterteil nichts mehr aus. Ich saß hinten drauf und sang deutsche Schlager. Zum Glück haben wir keine Sprechvorrichtung in unseren Helmen, so blieben meine musikalischen Ergüsse (von den Flippers bis hin zu Roger Whittaker) außer von mir selbst weitestgehend ungehört. Was auch gut ist, denn ich kann mit meinem Gesang innerhalb kürzester Zeit eine ganze Kirche räumen… Wir fuhren durch landschftlich wunderschöne, schaf- und kuhreiche Gegenden, bis wir Spynie Palace erreichten. Wiederum konnten wir uns heute über sonniges und warmes Wetter freuen. Am Nachmittag kamen wir zu Fort George, das ja teilweise noch „bewohnt“ ist, aber trotzdem besichtigt werden kann. Es ist sehr groß und nach kürzester Zeit in den warmen Motorradsachen (die ich inzwischen anfing zu hassen) waren wir kaputt. Da haben wir uns erst mal ins Fort-eigene Café gesetzt und uns einen Café Latte gegönnt. Nun war Inverness nicht mehr weit…Da wir seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hatten, freuten wir uns, als wir an einem Pizza Hut vorbeikamen… Dort teilten wir uns eine large Pizza mit chicken und machten uns danach satt und glücklich auf, um das Örtchen Nethybridge zu suchen. Das Häuschen mit dem Namen „Balciuin“ sollte dort für die nächsten drei Nächte unser zu Hause sein. Der Ort Nethybridge liegt wunderbar im Grünen und wir waren begeistert über die wunderbar frische Luft, die es dort gibt. |
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| Tag 8: Loch Ness und Isle of Skye (386 km) | ||||||||||||
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| Beschreibung 8. Tag – Nessie und viele Touristen
Nach einer angenehm ruhigen Nacht wachten wir erholt auf. Heute wollten wir uns Loch Ness ansehen und natürlich hofften wir auf ein Lächeln von Nessie. Leider tat sie uns den Gefallen nicht. Ob es am bewölkten Himmel oder an den Tausenden von Touristen lag, die wie Schmeißfliegen die ganze Umgebung von Loch Ness bevölkerten, können wir leider nicht sagen. Also setzten wir uns wieder aufs Motorrad (so langsam machte mir diese Herumgurkerei mit wehem Hintern keinen Spaß mehr) und fuhren weiter. Eine ganze Weile führte die Straße am Loch Ness entlang, wo an den schönsten Ecken kleine Parkplätze eingerichtet sind, von denen aus man einen wunderbaren Blick hat. Sollte Nessie jemals auftauchen, dann wird sie sicherlich von dort aus entdeckt. Jeder dieser Parkplätze war überbevölkert mit Touristen. Über eine wunderschöne Straße, die vom Loch Ness aus in die Highlands führt, erreichten wir das Cluanie Inn am Loch Cluanie, ein Hotel, das in einer ruhigen und abgelegenen wunderbaren Gegend liegt. Hier machten wir eine kurze Fotopause und fuhren dann weiter. Schließlich wollten wir noch Eilean Donan Castle sehen, dort wurden Teile des Films „Highlander“ gedreht. Als wir dort ankamen, gingen wir in den angrenzenden Andenken-Shop und kauften noch ein paar Ansichtskarten. Eigentlich hatte ich mein diesbezügliches Soll schon in Ballater erfüllt, aber es finden sich immer noch ein oder zwei Leute, die man vergessen hat. Nachdem wir noch eine längere Zeit dort gesessen hatten, fuhren wir durch die wunderschönen Highlands zurück nach Inverness, wo wir bei Burger King noch etwas aßen. Am Abend machten wir wieder unseren Spaziergang zur Bar und zurück. Unser Fazit zu Loch Ness ist – man sollte es sich einmal ansehen (die Leute zu Hause werden danach fragen), aber ein zweites Mal muss man sich diesen Touristenrummel nicht antun… |
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| Tag 9: nördliche Highlands (444 km) | ||||||||||||||||||||||||
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| Beschreibung 9. Tag – Ullapool und die Highlands
Heute Morgen sind wir mehr oder weniger wach zum Frühstück gegangen, wo uns das leckere Frühstück (siehe Vortag) endgültig weckte. Heute wollten wir über Inverness nach Ullapool, einem bekannten und bei Touristen sehr beliebten Fischereiort, fahren. Ein ganz süßes Örtchen! Weiße, saubere, freundliche Häuser und ein Hafen voller Boote. Von Ullapool aus starteten wir in die Highlands.Es gibt einfach keine Worte, um diese Landschaft zu beschreiben. Einfach unglaublich schön und grün. Hin und wieder kommt man an einem einsamen Cottage vorbei, es gibt auch einige abgelegene Hotels. Leider verfallen einige der Cottages langsam, da dort niemand mehr wohnt. Es wäre sicher schön, eines davon als eine Art Ferienhaus wieder herzurichten. Eine bessere Gegend zum Abschalten und Entspannen dürfte schwerlich zu finden sein. Die Luft ist wunderbar, es riecht nach Gras und frischer Luft. Berge und hüglige Landschaften wechseln sich ab mit Seen, die an diesem sonnigen Tag in einem intensiven Blau schimmerten. Leider mussten wir irgendwann die nördlichen Highlands wieder verlassen, da wir Hunger bekamen und aus diesem Grund zurück nach Inverness wollten. Dort haben wir bei Pizza Hut ein „Drei-Gänge-Menü“ gegessen. Oh je, waren wir satt!!! Nach dem Essen ging die Hose fast nicht mehr zu. Aber die wunderschöne Landschaft, die frische Luft (die man im Auto nicht riechen würde) und die unglaublich lieben Menschen in Schottland entschädigten mich für alles. Wir machten uns nach dem Essen auf nach Nethy Bridge, heute sollte unsere letzte Nacht dort sein. Ein letztes Mal tranken wir ein Bier im Pub und kehrten danach zurück in unser derzeitiges Heim „Balciuin“. |
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| Tag 10: Inverness nach Oban (313 km) über Ben Nevis und Fort William | ||||||||||||||||||
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| Beschreibung 10. Tag – Sonnenschein im Glen Nevis
Nach einer ruhigen Nacht machten wir uns das letzte Mal auf, unser Frühstück in Nethybridge zu genießen. Selbstverständlich blieben wir unseren favorisierten Zutaten treu – warum sollten wir auch von Bewährtem abweichen? Nach einem freundlichen und herzlichen Abschied von Mrs. Davis, unserer Wirtin, machten wir uns auf den Weg in Richtung Oban. Wir fuhren durch die wunderschönen südlichen Highlands und kamen irgendwann ins Glen Nevis, das am Fuße des Ben Nevis, des höchsten Bergs Großbritanniens, liegt. Es war wieder ein sonniger, warmer Tag. In der dicken Kleidung, die von anderen Touristen mitleidig gemustert wurde, fühlten wir uns wie ein fetter Spatz in der Bratröhre. Im Glen Nevis blieben wir einige Zeit und genossen das satte Grün der Wiesen und das Rauschen eines kleinen Wasserfalls. Nachdem wir uns vom Anblick des wunderschönen Glen Nevis losgerissen hatten, fuhren wir weiter an der Westküste entlang, da wir noch das Castle Barcaldine besichtigen wollten. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem Café vorbei, das einen unvergesslichen Ausblick auf Castle Stalker bot. Hier haben wir uns einen Latte Macchiato gegönnt. Unsere Unterkunft haben wir ziemlich schnell gefunden – sie liegt ziemlich weit oben im Ort, sehr schön und ruhig. Der Name des Hauses ist Sabdenbrook. Zum Glück wird es aber nach heißen Tagen in Schottland nachts recht kühl, wie wir feststellten, so dass unsere Sorge, wir könnten nicht schlafen, unbegründet war. |
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| Tag 11: Ruhetag in Oban (0 km) | ||||||||||||||
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| Beschreibung 11. Tag – Endlich, ein Tag zum Ausruhen…
Nachdem wir am Morgen aufgewacht waren, beschlossen wir, heute einen motorradfreien Tag zu machen und Oban zu Fuß zu erkunden. Das Wetter war sonnig und schön und so machten wir uns nach einem wiederum sehr leckeren Frühstück (ich brauche wohl nicht zu erwähnen, woraus es bestand) auf den Weg. Zuerst liefen wir zum Hafen, wo bereits die Fähre zu den Hebriden zum ersten Mal ausgelaufen war. Auf anderen Booten wurde schon die stündliche Fahrt zur örtlichen Seehundkolonie angeboten und viele Leute warteten darauf, dass es losging. Nach einem Blick auf den aushängenden Plan von Oban beschlossen wir, an der Küste entlangzulaufen und das Dunollie Castle zu besuchen, das am Ortsrand auf einer Anhöhe liegt. Auf dem Weg dorthin fiel uns auf einer kleinen, dicht vor Oban liegenden Insel ein auf einem kleinen Felsen stehender Schotte auf, der püntktlich um 11.00 Uhr anfing, Dudelsack zu spielen. Was waren wir begeistert!!! Wir fragten uns, ob der Schotte für die Touristen spielt und von der Stadt dafür bezahlt wird. Und er hörte gar nicht wieder auf zu spielen! Selbst, als wir vom Castle zurückkamen, stand er noch an derselben Stelle und hielt seinen Dudelsack. Da inzwischen eine Stunde vergangen war, wurden wir etwas stutzig…Er hatte sich überhaupt nicht bewegt! Welch ein tapferer Schotte… Nachdem wir ihm auf dem Hinweg zugewunken hatten,erkannten wir jetzt peinlicherweise beim Heranzoomen durch die Kamera, dass er aus Holz bestand… Nachdem wir wieder auf der Hauptstraße angekommen waren, besuchten wir diverse Andenkenläden und tranken etwas in einem Pub. Hier gab es auch einen Fernseher, so dass wir das Formel 1 – Rennen gucken konnten. Wir warteten Schumachers Sieg ab und gingen noch ein bisschen spazieren. Nach einem Anstieg zum MacCraigh-Tower blickten wir von dort aus über ganz Oban. Sehr schön. Als wir in unserem zu Hause „Sabdenbrook“ ankamen, waren wir auch ziemlich kaputt. Wir haben diesen motorradfreien Tag wirklich genossen. |
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| Tag 12: Oban nach Edinburgh (236 km) über Loch Awe | ||||||
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| Beschreibung 12. Tag – Richtung Edinburgh
Nach einer, durch angebliches Wegnehmen der Bettdecke meinerseits, etwas unruhigen Nacht gingen wir ein letztes Mal in Sabdenbrook zum Frühstück, das wir wieder sehr genossen. Nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns vom netten Inhaber und verließen Oban in Richtung Edinburgh. Oban ist eine wirklich schöne kleine Stadt. Auf dem Weg Richtung Süden kamen wir an verschiedenen, wunderschönen Lochs vorbei und streiften noch einmal das wunderbare Naturschutzgebiet „Trossachs“, das wir ja schon von der Fahrt am Loch Lomond entlang kannten. Als Reiseziel sehr zu empfehlen. In Stirling hielten wir an, um bei Kentucky Fried Chicken etwas zu trinken. Hinter Stirling fing das Land an, immer unattraktiver zu werden… Nur noch plattes, von Feldern und Industrie durchzogenes Land, dessen Hässlichkeit in einer Stadt namens Rosyth gipfelte. Hier wollten wir „Deep Sea World“ besuchen, das aber bei einem Eintrittspreis von 8,55 Pfund pro Person extrem enttäuschend war. Es gibt nicht wirklich viel zu sehen und die Fische sind in teilweise viel zu kleinen Aquarien zusammengepfercht. Das Geld hätten wir besser der Heilsarmee gestiftet oder etwas ähnliches damit angestellt. Nachdem wir weitergefahren sind, kamen wir über eine lange Brücke direkt nach Edinburgh. Es ist eine sehr große Stadt, die mich beim ersten Eindruck fast erschlug. Kein Wunder, wir kamen schließlich gerade aus dem wunderschön grünen, ruhigen und dünn besiedelten Norden. Unsere Unterkunft befand sich in Tranent, ca. 10 Meilen von Edinburgh entfernt. Das Haus ist wunderschön, es heißt Schiehallion. Meine persönliche Meinung bleibt allerdings – der Norden, also alles, was nördlich von Loch Lomond liegt, ist als Reiseziel viel attraktiver und hat einen viel besseren Erholungswert. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich eher ein „Landei“ bin, das für Großstädte im Allgemeinen nicht viel übrig hat. |
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| Tag 13 + Tag 14: 2 Ruhetage in Edinburgh (0 km) | ||||||||||||||||
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| Beschreibung 13. und 14. Tag – Shopping und Besichtigungen in Edinburgh
Der Tag begann leider mit einem Wermutstropfen – es gab kein Porridge… Also entschied ich mich für Bacon und Tomatos mit Toast. War auch sehr lecker, aber lange nicht so gesund und gut wie mein inzwischen heißgeliebtes Porridge. Vor uns lagen nun zwei Tage ohne Motorrad, da wir beschlossen hatten, von Tranent mit dem Schnellbus X8 nach Edinburgh zu fahren. Wir konnten direkt an der Princes Street aussteigen, so dass wir gleich „mitten im Geschehen“ waren. Am 1. Edinburgh-Tag besuchten wir zuerst die Tourist Information in der Princes Street und besorgten uns einen Stadtplan. Danach machten wir uns auf, die High Street mit unserer Anwesenheit zu beehren. Dort gab es derartig viele schottische Geschäfte und Andenkenläden, dass wir gar nicht wussten, wo wir anfangen sollten… Als allererstes kaufte ich mir dann mal einen Kilt mit passendem Schal. Als echter Wahl-Schotte muss man sich auch dementsprechend kleiden Nachdem wir des Laufens durch diverse Geschäfte etwas überdrüssig wurden, gingen wir in Richtung Edinburgh Castle. Vor der Kasse am Castle befand sich bereits eine lange Menschenschlange, in der es nicht sonderlich schnell voranging. Nachdem wir uns die schottischen Kronjuwelen angesehen hatten, setzten wir uns auf eine Bank und beobachteten Touristen. Dies war sehr lustig – man kann wunderbar „Nationenraten“ spielen. Nach einer Weile erkennt man sie sofort… Und Chris erzählte mir Interessantes aus dem Tierleben des „Touristischen Plautzenbären“. Wir haben uns halb tot gelacht… Nachdem wir genug castlebesichtigende „Touristische Plautzenbären“ gesehen hatten, schlenderten wir noch eine Weile durch die Stadt, bis wir keine Lust mehr hatten. Leider mussten wir noch warten – wir hatten für 20.00 Uhr eine Ghost & Ghouls-Tour bei Mercat Tours gebucht. Zum Glück konnten wir auf Nachfrage an der 19.00 Uhr – Tour teilnehmen. Es war wirklich klasse und sehr zu empfehlen. Eine Tour mit den örtlichen Ghoststories durch schaurige Orte und Gewölbe. Und zu jedem Ort gab es eine, von unserer Führerin Lizzie gruselig und spannend dargebrachte, Erzählung von wahren und grausigen Begebenheiten in der Stadt. Die Atmosphäre war super. Danach haben wir noch etwas im düsteren Raum eines Pubs getrunken (gehörte mit zur Tour) und waren glücklich, als wir endlich wieder todmüde in Tranent angekommen waren. Direkt gegenüber unserer Unterkunft in Tranent befand sich ein gemütlicher Pub, den wir schon am Vorabend entdeckt hatten. Hier tranken wir noch ein Bier und gingen dann sehr müde schlafen. Der 2. Edinburgh-Tag hatte so ziemlich das gleiche Programm – nur ohne Ghost-Tour. Wir finden, dass ein Tag in der Stadt gereicht hätte… Wir wären lieber noch etwas länger in den Highlands geblieben… |
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| Tag 15: Edinburgh nach Newcastle (217 km) über Scotish Borders | ||||
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| Beschreibung 15. Tag – Schwerer Abschied…
Heute haben wir das letzte schottische Frühstück genossen (zumindest für dieses Mal). Zum letzten Mal Bacon und Tomatos für mich, zum letzten Mal Eggs + Bacon für Chris… Seufz. Danach haben wir uns von Catherine, unserer Wirtin in Schihallion, sowie ihren zwei Bobtails verabschiedet und machten uns auf den Weg nach Newcastle. Südlich von Edinburgh wollten wir noch Roslyn Chapel besuchen, stellten aber fest, dass dort ein Eintritt von 7,00 Pfund pro Person verlangt wird. Ob Tom Hanks auch so viel bezahlen musste, als dort Teile vom „Da Vinci Code“ gedreht wurden??? Ich denke nicht. Immer auf die Kleinen!!! Nachdem wir durch einige ziemlich unattraktive Orte gekommen waren, belohnte uns der Anblick einer einsamen, hügligen Landschaft. Wir waren in den Scottisch Borders. Leider kamen wir auch bald an die schottische Grenze und verließen mit Tränen in den Augen das wunderbare Land, dass wir uns als neue „Wahl-Heimat“ auserkoren haben. Kurioserweise fing es, sobald wir in England waren, an zu regnen und es wurde merklich kühler. Als wir in Newcastle angekommen waren, fuhren wir zu Burger King, um etwas zu essen. Wir haben nur noch die Hälfte der Portion runtergebracht, danach reichte es. Zwei Wochen fast täglich dieses Zeug, da hat man genug für die nächsten Monate. Gegen 17.00 Uhr waren wir auf der Fähre, diesmal war es die „King of Scandinavia“. Uns gefiel die „Queen“, die wir von der Herfahrt kannten, besser – die „Navigator-Bar“ war dort um einiges gemütlicher. Außerdem wurden leider unsere Ohren von einem sehr lauten Klavierspieler mit dazugehöriger, nicht sonderlich talentierter Sängerin beleidigt, so dass wir nach einem Bier fluchtartig das Weite suchten. Da wir ein wenig traurig und müde waren, weil das Ende unseres Urlaubs nahte, sind wir relativ früh schlafen gegangen. |
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| Tag 16: Heimfahrt von Amsterdam-IJmuiden (260 km) |
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| Beschreibung 16. Tag – Wieder zu Hause
Heute Morgen erwachten wir auf der „King of Scandinavia“. Das Frühstück war super – alles, was das Herz begehrt, außer Porridge. Seufz. Um 10.00 Uhr haben wir die Fähre verlassen. Nun befanden wir uns wieder in Ijmuiden/Niederlande. Ich muss sagen, ich bin froh und glücklich, dass ich erst mal nicht mehr aufs Motorrad steigen muss. Es ist unglaublich anstrengend, jeden Tag darauf sitzen zu müssen, bis sich Schwielen gebildet haben. Und das an einer Stelle, wo man keine Schwielen haben will!!! Trotzdem bin ich, genauso wie Chris, unheimlich traurig, dass der Urlaub vorbei ist. Wir hätten uns jetzt gerne noch irgendwo in den Highlands ein kleines Cottage gebucht und wären noch geblieben. Unser Fazit ist, dass Schottland einfach das schönste Land ist, das man sich vorstellen kann. Der Erholungswert ist sehr hoch, die Landschaft atemberaubend schön und die Geschichte des Landes sehr interessant. Was uns noch auffiel, ist, dass es in Schottland nicht so unglaublich hektisch zu geht wir bei uns in Deutschland. Wenn jemand etwas länger braucht – na und:-) Wenn das Auto vor einem nicht gleich losfährt – dann wartet man eben 10 Sekunden länger! Und wenn man an der Kasse im Supermarkt steht, wird einem nicht ständig vom hektischen Nachfolger vor Wut über die vertane Zeit der Einkaufswagen in die Hacken geschoben. Hier endet unser Reisebericht… Ab morgen hängt in unserem Wohnzimmer eine schottische Fahne. |
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| Ganz persönlicher Nachsatz von 2 Wahl-Schotten:
Die Geschichte des Landes begleitet einen sowohl aus Reiseführern immer auf Schritt und Tritt als auch durch die Besuche diverser Sehenswürdigkeiten. Was England im Laufe der Geschichte mit den Schotten gemacht hat, läßt die Bewunderung für dieses tapfere Volk der Schotten nur noch weiter wachsen. Daher : Freiheit für Schottland ! |



















































































