Pommes in der “Linde”…

Und wieder ist eine Kindergartenwoche vergangen… Linchen meint immer noch, sie würde zum Schafott geführt, sobald ich ihr verkünde, dass es jetzt in den Kindergarten geht. Aber wenn sie dort ist, macht es ihr dann doch Spaß :-)

Heute Morgen setzte sie Cookie ihr Mützchen auf, zog ihm ihre Handschuhe an und sagte: “So, ich bin fertig!!!” Da sollte ich dann wohl Cookie statt Linchen  in den Kindergarten bringen…

Alle paar Wochen gehen wir hier im Dorf in die “Linde” zum Mittagessen. Dort gibt es die leckersten Pommes weit und breit. Gestern saßen wir an unserem “Stammtisch” und Linchen bestellte unser Essen. Als ich mich dann mit der Frau noch ein bisschen unterhielt, sagte Linchen zu ihr: “Würdest Du jetzt bitte meine Pommes holen?!? Ich bin ein armes, verhungertes Kind!”  Unglaublich…  :-)

Unser kleiner Schauspieler…

Gerade habe ich Linchen in den Kindergarten gebracht…

Ihr erster Kommentar, als wir den Gruppenraum betraten: “Ich kann heute nicht, meine Gebärmutter tut weh!!!”  Dabei fasste sie sich an den Hals.
Ihr zweiter Kommentar: “Ich kann heute nicht, Cookie fühlt sich sonst einsam zu Hause…”.
Die Erzieherinnen waren begeistert.
Nachdem Linchen aber gemerkt hat, dass es keinen Sinn hat, versprach sie mir, ein schönes Bild zu malen und hörte auch auf zu weinen.

Gestern wurde mir erzählt, dass Linchen auch im Kindergarten sehr viel singt und tanzt. Es scheint also DOCH Spaß zu machen!!!!
Darüber freut sich mein geschundenes Mutterherz natürlich sehr!

Heute ist Turntag, mal sehen, wie ihr das gefällt…

Vielleicht ist der Kindergarten ja doch nicht sooooo schlimm…

Heute war nun Linchens zweiter Kindergartentag.

Diesmal brachten Christoph und ich sie zusammen an ihre neue Wirkungsstätte. Nach einer oskarreifen Show mit vielen herzzerreißenden Tränen verabschiedeten wir uns von unserem Linchen und vertrauten sie ihren neuen Erzieherinnen an.

Wie wir dann mittags, als wir unser Linchen abholten, erfuhren, hat sie sich sehr schnell beruhigt und ganz wunderbar gemalt und gesungen. Linchen musste sogar zugeben, dass der Kindergarten gar nicht mal soooooo schlecht ist…  Auf jeden Fall hat sie ein Bild für Papi (mit einem kleinen Hasen drauf – sie sagt ja immer “Hasi” zu ihm. Woher sie das wohl hat?!? :-) ) und ein Bild für mich (mit vielen Herzchen) gemalt. Wunderschön, wir haben uns sehr gefreut und waren ganz stolz, weil Linchen so gut “durchgehalten” hat.

Jetzt ist erst einmal Wochenende – mal sehen, wie es am Montag weitergeht… Aber eines wissen wir schon jetzt – Linchen wird irgendwann mal ein großer Filmstar. Bei ihrem Talent für Dramatik schaffe ich am besten schon mal Platz in der Vitrine – für die vielen Oskars!!!  :-)

“Linas erster Kindergartentag” oder: Wie laut kann ein kleiner Mensch brüllen?

Am 07. Januar begann der Ernst des Lebens – Linchens erster Kindergartentag war da!

Weil wir alle ja nun wissen, wie nah ich, Mami, am Wasser gebaut bin und ich sowieso viel zu weich bin und immer zu schnell nachgebe, brachte Papi nun das Linchen in den Kindergarten.
Es war 08.30 Uhr, als die beiden das schützende Zuhause verließen und sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft machten.

Am Anfang war das Drama groß und Linchens Lautstärke erreichte die Dezibelzahl eines mittelschnellen Düsenjets. Nachdem Papa das Schriftliche erledigt hatte,  musste er sich noch ein bisschen mit in die Gruppe setzen und durfte für einen kleinen Jungen einen “Power Ranger” malen (was er mit Bravour gemeistert hat – ich selbst weiß nicht einmal, was ein Power Ranger ist, geschweige denn wie er aussieht…).

Dann sollte Linchen ein Bild für mich malen. Sie bekritzelte schnell ein Blatt Papier und meinte dann: “So, das Blatt ist voll – Wir können nach Hause gehen!”.  So war das aber nicht geplant…

Dann verabschiedete sich Papa und die Lautstärke erreichte noch einmal ungeahnte Höhen. Mein schlechtes Gewissen, als Christoph nach Hause kam und mir davon erzählte, war furchtbar (ich verweise noch mal auf meinen Status als “Familien-Weichei”). Als wir Linchen aber um kurz nach zwölf abholten, sagten uns die Erzieherinnen, sie hätte sich doch noch sehr schnell beruhigt und schön mitgespielt. Linchen meinte aber, sie wäre jetzt beleidigt und sie würde jetzt zur Gewerkschaft gehen!!!  (Einer ihrer Lieblingssprüche – zu süß…)

Da beruhigte sich auch mein geschundenes Mutterherz und ich versprach Linchen zur Belohnung eine leckere Pizza vom Bringdienst, die wir uns dann am Abend schmecken ließen :-)

Lina und die Silvesternacht

Es ist die letzte Nacht im Jahr. Der Volksmund nennt es Silvester und feiert ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden.

Und ein besonderer Brauch ist es, Schlag Mitternacht mit Kanonenschlägen, Böllern und Raketen die bösen Geister des alten Jahres zu vertreiben.

Da unsere Lina im Moment so schlecht schläft und ja jede Nacht noch zu uns ins Bettchen kommt, hatten wir mit dem Schlimmsten gerechnet. Michaela dachte schon daran, sich, wenn Lina aufwacht, mit ihr vorzeitig hinzulegen. Die Böllerei und Knallerei der Raketen würde sie bestimmt wecken.

Hinzu kommt, dass es Cookies erstes Silvester werden sollte. Und Hunde und laute Geräusche vertragen sich ja gar nicht.

Nun kam, was keiner glaubte, Lina schlief in dieser Nacht bis 6:37h durch und Cookie schnarchte den gesamten Abend friedlich. Das allerdings kann an der Wiederholung der Silvester-Show von Oliver Geißen auf RTL gelegen haben.